Von Meerjungfrauen und Seekühen

Vor kurzem habe ich eine ganz liebe Nachricht bekommen, ob denn alles ok sei, weil ich schon so lange nichts mehr zum Thema Schwangerschaft erzählt habe, der Kleine noch gar nicht benäht wurde und man mich noch so gut wie nie in Umstandsklamotten gesehen hat. 

Deshalb ein ganz großes: ES IST ALLES GUT!!

Ach Mensch, es tat mir richtig leid, dass sich einige anscheinend schon Sorgen gemacht haben! Darum hier mal kurz die Gründe, wieso der Blog noch immer so babyfrei ist:



- Mein Nähzimmer war ja, wie ihr wisst, nur schwer benutzbar. Große Klamotten für mich haben schlichtweg nicht zugeschnitten werden können, geschweige denn ohne knüddeln auf den Nähtisch gepasst.

- Mein Bauch ist immer noch ziemlich klein (mehr dazu weiter unten), weshalb ich noch immer keinen großen Bedarf an Umstandskleidung habe.

- Momentan (schon seit drei Wochen und noch für eine weitere) bin ich im Urlaub und habe hier garkeine Nähmaschine. Die Babykleidungsproduktion öffnet ihre Pforten deshalb erst am 9.8.- also konnte ich auch noch nix zeigen.


Damit ihr aber dennoch ein wenig an meiner Schwangerschaft mit Freidrich Ludwig teilhaben könnt, vergleiche ich in diesem Post einfach mal, wie es mir momentan geht und wie ich mich so bei Pieps gefühlt habe. Diese zeigt Euch parallel ihr Kleid "Mermaids" aus der Ottobre design 3/17. Eigentlich für Webware ausgelegt, deshalb auch noch viel zu groß, aber sie mag es. Das hübsche Stoffpanel ist vom Stoffmarkt. ICH wollte ja blau, aber da zählte die Stimme der Piepsmaus einfach mehr.



Wie versprochen zuerst: Der Bauch

Auch bei Pieps hatte ich keine Riesenkugel, aber diesmal hat es wirklich bis zum achten Monat gedauert, bis ich nicht mehr einfach nur irgendwie dick aussah. Und selbst jetzt ist das Ganze noch Tagesform abhängig. Abends, mit Umstandshose und gerafftem Shirt bin ich definitiv schwanger. Morgens, mit Leggings und normalem Shirt sieht man nur, dass ich breiter geworden bin.
Übrigens auch etwas, das ich echt gemein finde. Bereits im zweiten Monat war ich plötzlich so breit wie vor vier Jahren, als ich knapp 10 Kilo mehr gewogen habe. Zugenommen hatte ich zu dem Zeitpunkt noch kein Gramm. 
Deshalb muss ich leider sagen, dass ich mich momentan ziemlich unwohl finde. Babykugeln finde ich soooooo schön und in der Schwangerschaft mit Pieps habe ich mich zum ersten mal in meinem Leben selbst hübsch gefunden.Jetzt komme ich mir eher vor wie eine Seekuh. Wenn ich so darüber nachdenke, ist das wohl auch ein Grund, wieso ihr mich hier momentan nicht seht...



Die allgemeine Befindlichkeit

Genug der Jammerei, denn abgesehen vom unhübsch fühlen geht es mir richtig gut! 
Der Kleine Zappelt wie verrückt, mir ist nicht übel, ich habe keine Schmerzen (wenn ich nicht gerade in die Nieren getreten werde) und mit der permanenten Müdigkeit habe ich mich einfach abgefunden. Auch Wassereinlagerungen, Schlafstörungen und üble Stimmungsschwankungen haben mich bisher verschont- ich bin also sehr entspannt.
Allerdings muss ich gestehen- das war bei Pieps ähnlich. Sie saß höher im Bauch und hat eher gegen die Rippen getreten, auch war sie längst nicht so aktiv wie ihr kleiner Bruder, aber große Probleme gab es auch damals nicht. Im Gegensatz zu jetzt konnte ich sogar bis in den achten Monat noch Rad fahren- dafür aber ab dem sechsten nicht mehr auf dem Bauch schlafen.


Der große Unterschied

Als ich mit Pieps schwanger war, war ich nur das: Schwanger. Wie auch momentan durfte ich vom ersten tag an nicht mehr arbeiten und hatte damals sehr viel Zeit.Also habe ich mich aufs Baby vorbereitet, fürs Baby genäht, mit der idealen Ernährung auseinandergesetzt und eben all das getan, was man so als Schwangere tut. meine Gedanken kreisten um die Schwangerschaft und um nichts anderes.
Dieses Mal habe ich manchmal Angst, dass das Jugendamt vor der Tür stehen könnte, weil ich mein Kind vernachlässige. Also das im Bauch!
Denn jetzt bin ich Mama und die Kleine nutzt anscheinend jede Sekunde, in der sie mich nur für sich alleine hat. Da bleibt einfach gar keine Zeit und vor allem keine Energie, um mich aufs Schwangersein zu konzentrieren. Wenn man mich fragt, in welcher Woche ich bin, muss ich sogar manchmal schnell auf mein Handy schauen, auf dem mich eine App zum Glück mit der richtigen Wochenzahl versorgt.
Nicht falsch verstehen- ich freue mich unheimlich auf den kleinen Turnkönig!! Aber ich weiß ihn im Bauch gut versorgt und kann mich deshalb einfach noch auf andere Dinge konzentrieren.



Ich weiß, der Bericht heute ist ziemlich unspektakulär- aber genauso ist momentan mein Leben und ich bin dafür unendlich dankbar. Bleibt noch die Frage, was Pieps eigentlich zu der ganzen Sache sagt:

Sie freut sich wahnsinnig! Jedes Baby, das sie sieht, sei es auf einem Foto, im Fernsehen, oder sonstwo, ruft helle Verzückung bei ihr hervor und sie ist der festen Überzeugung, in ihrem Bauch auch einen kleinen Bruder zu haben. Natürlich begreift sie noch nicht, was das alles bedeutet- aber ich bin sehr zuversichtlich!

Ihr seht, es besteht absolut kein Grund zur Sorge. Und auch das Figur-Herumgeheule ist Jammern auf ganz hohem Niveau. Denn eigentlich bin ich einfach nur glücklich, dass der Kleine fit ist- um meine Taille kann ich mich schließlich auch nächstes Jahr noch kümmern.

F2



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