Dienstag, 18. Juli 2017

Gänseblümchen

Heute gibt es ganz viele Fotos, denn ich zeige Euch nicht ein- sondern gleich zwei neue Schmuckstücke in Piepsie´s Kleiderschrank. Genäht allerdings nach dem gleichen Schnittmuster...



Als Firlefanz den Aufruf zum Probenähens des Gänseblümchens startete, musste ich mich richtig zusammenreißen, um mich nicht zu bewerben. Es halt auch nicht, dass mich gleich mehrere Mädels verlinkten und dazuschrieben: "Das wäre doch perfekt für Pieps!!"

Ohja, der Schnitt schrie direkt nach mir, aber ich möchte mich momentan (bis auf meine Stammteams natürlich) komplett aus dem ganzen Probegenähe heraushalten.



Das liegt einfach daran, dass ich eh nur noch wenig Zeit zum Nähen habe. Und diese will ich dann ganz frei nutzen können, ohne Deadlines etc um Piepsies Herbstgarderobe zu starten und auch mit der Näherei für den Kleinen zu beginnen. Und mich bei einem Probenähen zu bewerben, um dann nur ein teil zu nähen (am Besten ganz am Ende, wenn die endgültige Version des Schnittes schon steht), das mache ich nicht. 
Da warte ich lieber bis der Schnitt fertig ist und gebe dann auch gerne etwas Geld dafür aus.


So habe ich also ganz ungeduldig gewartet, bis das Gänseblümchen fertig war und meiner Piepsmaus direkt zwei Stück genäht. Denn ja, es IST der perfekte Schnitt für sie!


Die Version hier, ist aus Double Gauze (also fast Musselin) und trägt sich so wunderbar leicht. Diese Stoffart ist in diesem Sommer meine große Liebe geworden, denn im Süden hatten wir schon so oft weit über 30°, dass außer diesem Material fast nichts an meiner Kleinen blieb. Das Kind kann sich mittlerweile (fast ganz allein) selbst ausziehen...



Diese Tunika würde sie aber wahrscheinlich auch tragen, wenn sie aus Filz wäre, denn sie ist allem verfallen, auf dem eine Ananas zu finden ist. Ein bisschen schuld bin wohl ich, denn ich habe mir kürzlich eine dieser Früchte auf ein Shirt geplottet. Sie wollte daraufhin unbedingt auch eines und rastet seitdem völlig aus, wenn sie irgendwo eine Ananas entdeckt. Kommt mir aber ganz gelegen- denn auch ich finde das gelbe Obst richtig dekorativ- und vor allem lecker!



Pieps´ erstes Gänseblümchen war allerdings dieses Kleid.

Den Stoff dafür habe ich vor etwa einem halben Jahr von meiner Mama geschenkt bekommen. Sie hatte ihn sich gekauft, weil er im Angebot war und wollte ihn dann doch nciht mehr. Da opfere ich mich doch gerne- vor allem, da ich das dunkle Blau wirklich traumhaft finde!


Anders als bei der Tunika, habe ich hier den Verschluss mit Schleife gewählt. Leider liegt diese, wie auch der Rest des Stoffes, nach wenigen Momenten in Falten und knittern, selbst wenn ich sie kurz zuvor noch gedampfbügelt habe. Etwas schade- aber nicht wirklich schlimm, schließlich müssen Kinderklamotten nicht immer fein säuberlich geglättet sein, sollen die Kleinen ja darin spielen!


Und spielen- das kann meine Kleine! Und momentan auch ganz hart arbeiten, denn Oma braucht ständig ihre Hilfe, beim Blumen gießen, Wäsche aufhängen, backen und einkaufen. Und dann ist da auch noch Opa, der sie zum Rasenmähen und Kastaniensammeln braucht. Und als wäre das nicht genug, will die Mama sie auch noch ständig abknutsche... Hachja, ihr merkt, das Leben ist schwer!

Ich bin übrigens ganz stolz auf den Saum. Die Idee dazu habe ich aus dem Ebook vom Gänseblümchen. Das passende Tutorial zum Muschelsaum gab es dann bei Farbenmix. Es war zwar eine Freiemelarbeit- aber das Ergebnis liebe ich.
Auch bin ich sehr froh, dass ich die Spitze nur minimal länger als den Oberstoff zugeschnitten habe, denn so sieht es wirklich aus, als würde das Unterkleid ganz ausversehen unten hervorblitzen.



Hier mal alle Fakten und Links für Euch auch einen Blick:

Double Gauze: Amy & Luke
Blümchenstoff: C.Pauli aus dem Schrank meiner Mama
Spitze und Futterstoff: Fingerhut Moser
Knopf: Stoff & Stil

Ich freue mich sehr, auf Eure Kommentare zu Piepsielottas neuen Gänseblümchen!
F2

Samstag, 15. Juli 2017

Hummerliebe

So oft sitze ich an einem Blogbeitrag und kann mich bei den Bildern einfach nicht entscheiden.


Da sind die, die recht professionell, geradlinig aussehen, bei denen der Stoff bzw. Schnitt im Vordergrund steht und die Farben des Kleidungsstücks im Idealfall zum Hintergrund passen.

Und dann sind da noch die, bei denen ich einfach sofort sehe: DAS ist sie, meine Kleine! Da sprüht ihre Persönlichkeit aus jedem Pixel und ich bekomme fast Tränen in den Augen vor lauter Glück, sie genau so erwischt zu haben. Ich dachte immer, diese zweite Kategorie käme für mich nicht in Frage, da ich ja ihr Gesicht hier nicht zeige.


Aber oft brauchts garkeine Detailaufnahme ihres Lächelns oder ihrer Strahleaugen, da reicht schon der Winkel, in der ihr Arm gebeugt ist und ich könnte den Bildschirm knutschen.

Ich probiere, auf den Blog immer eine Mischung zu bringen. Denn ja, professionell ist wichtig und gut, aber so ganz ohne Zauber geht´s dann doch nicht. fuchsgestreift ist ja kein High-Fashion Blog.


So auch hier, bei Piepsie´s neuem Hummer Shirt.
Den traumhaft tollen Stoff von Cherry Picking habe ich in einem hübschen Stoffladen in Würzburg entdeckt, als ich meine liebe Daria besucht habe. 

Ich war sofort völlig verliebt, denn ich mag ja maritimes so gerne, vor allem, wenn es eben nicht nur der typische Anker ist (wobei ich den nach wie vor liebe und ewig lieben werde). Und da waren da eben diese Hummer. Hummer!! Ich habe ja noch versucht, mir selbst zu sagen, dass ich den Stoff nicht brauche, und dass ich ja eh niemals nen Kombistoff in genau der gleichen Farbe finde...


Aber dann gab es den perfekten Jersey tatsächlich in eben dem Laden, ich dem ich ja gerade stand.Und da konnte ich dann nicht mehr anders. Was es wird war schon damals klar:


Tiny Triangles aus der Ottobre 3/16-
einer meiner liebsten Pieps-Schnitte. 

Aus irgendeinem Grund hatte ich das Halsbündchen viel zu lang zugeschnitten und den Ausschnitt damit eingefasst. Genaug Stoff für ein neues Bündchen hatte ich nicht, also musste ich es wieder vorsichtig abtrennen und als "normales" Halsbündchen annähen. Hat zum Glück aber super funktioniert. Ich hatte erst das Gefühl, der Halsausschnitt sei etwas zu weit (ich habe ihn erweitert und den Knopffverschluss, der eigentlich zum Schnitt gehört, weggelassen) aber Pieps mag es so total gerne- also bin ich happy. Und ich finds sowieso so chick. Hummer...


So, zum Abschluss noch zwei Bilder, die eher in die Kategorie "Familienalbum" passen, die aber hier einfach nicht fehlen dürfen. Denn während der Stunde, in der ich Bilder geschossen habe, hatte meine Kleine nur Augen für die Kastanien, die hier gerade überall herumliegen. 

Habt ein tolles Wochenende- hoffentlich voller Sonnenschein!

F2






Donnerstag, 13. Juli 2017

TipToiTasche nähen

Es ist ja bekannt, dass google sich die Verhaltensweisen seiner Nutzer einprägt und ihnen deshalb gefilterte Ergebnisse präsentiert. Weshalb ich das sage?
Na damit ihr absolut meiner Meinung seid, dass ich gar keine andere Wahl hatte, als meiner Pieps für ihre neuen TipToi-Bücher samt Stift eine Tasche zu nähen. Denn ich habe wirklich nur "TipToi Hülle" eingegeben, um ihr aus dem orangenen Stift einen lilanen zu machen (gab dann nur pink- egal, auch das liebt sie). Und plötzlich stand da "TipToi Hülle nähen". Da MUSSTE ich draufklicken... Seht ihr auch so, oder? Deshalb hier nun, tatatataaa, Piepsielottas TipToiTasche:



Die Anleitung, auf die ich so völlig ohne mein Verschulden gestoßen bin, ist von Rheinstich und ihr findet sie hier:


Ich gebe zu, teilweise habe ich mir beim Zuschneiden und Nähen ganz schön schwer getan. Das lag zum einen da ran, dass nicht angegeben war, welche Maße Höhe- und welche Maße Breite der Teile beschreibt. Deshalb gehen die Chevrons am Verschluss auch nicht in die gleiche Richtung (was ich allerdings im Nachhinein ziemlich super finde).

Zum Anderen fehlten mir oft Bilder, bzw. exakt genau Angaben, ob z.B. ein Klettverschluss quer oder längs angenäht wird (ich hab´s natürlich genau falsch gemacht, aber auch das ist an der fertigen Tasche überhaupt kein Drama).

Ja, hier wäre der Klett an der Tasche eigentlich um 90 Grad gedreht angenäht worden- aber es funktioniert auch so ganz ausgezeichnet.

Jetzt denkt ihr bestimmt: "Ach komm Mädel, Du bist doch nun wirklich keine Anfängerin mehr! Brauchst Du wirklich zu jedem Mini-Schritt ein Foto?"
Aber damit sind wir genau beim dritten und größten Problem, welches mir beim Nähen der Tasche in die Quere kam: Ich selbst! Denn so leicht es mir fällt, bei Kleidung genau zu wissen, was später wo hinkommt und wo ich deshalb welche Nahtzugabe oder Rüsche oder sonstwas hinzufügen kann- so unfähig bin ich dafür bei Taschen. Denn so logisch Begriffe wie "Taschenfront" oder "Außentasche mit Klett- unterer Teil" auch sind- ohne fertige Tasche vor mir hab ich keine Ahnung, wovon da die Rede ist.

Das eine Gurtband habe ich leider trotz Kontrolle verdreht angenäht. Pieps stört es überhauptnicht- aber mich ärgert es, denn sonst wäre die Tasche für mich perfekt. Aber mich darüber ärgern? Nö, zu anstrengend...

Wie ist also meine Meinung zur Anleitung?

Perfekt ist sie nicht und Anfänger und F2s müssen sich beim Nähen wohl ganz schön anstrengen- aber das Ergebnis ist großartig! Meine Pieps liebt die Tasche so sehr und verbringt zum teil lieber Zeit damit, alles aus- und dann fein säuberlich wieder einzupacken, als tatsächlich mit den Büchern zu spielen. Die Handhabung ist selbsterklärend, es ist an eine Reißverschlusstasche für den Stift und eine Klettverschlusstasche für Ersatzbatterien gedacht und man kann aud den vielen großen Flächen verzieren, wie man nur möchte. Und vergesst nicht: Katja hat diese Anleitung als Freebook erstellt! Sie bekommt also garnix dafür und ich finde es toll, wenn sich jemand all die Mühe einfach aus Nettigkeit macht.Vielen Dank dafür!!


Ich halte mich ja mit Deko auf Alltagsgegenständen gern etwas zurück, aber ein bisschen was musste dann doch sein. Deshalb habe ich die Plottdatei für dieses hübsche Faltboot, welche es in der facebookgruppe von Oberschätzchen gibt (ebenfalls für umsonst!), als Vorlage genommen, Stoff auf  "steam a seam" aufgebügelt, ausgeschnitten, ihn auf den gelben Stoff gebügelt und dann noch appliziert. Erst habe ich probiert, das ganze zu plotten (was angeblich wunderbar geht), allerdings wurde dabei hauptsächlich meine Schneidematte zerschnibbelt.

Achja, zu Beginn waren sowohl das Boot, als auch der (auf den Bildern gut versteckte) Name darunter fein säuberlich mit Hilfe des Kantennähfußes festgenäht. Das sah dann aber so perfekt aus, dass es viel zu langweilig war und garnicht zum Schiffchen passte. Deshalb habe ich es wieder abgetrennt und freihand festgenäht. Jetzt bin ich glücklich.


In diesem speziellen Fall bin ich also google sehr dankbar, dass das "nähen" hinter meinen Suchbegriff eingefügt wurde. 

Die tollen Stoffe und das Gurtband sind übrigens von Alles für Selbermacher und dort noch in einigen anderen Farben erhältlich. Ich liebe die Kombi einfach total!!

Reißverschluss und Klettband hatte ich noch hier. Beim Klett habe ich mich erst so geärgert, denn ich habe auch weißes zu Hause, kam aber durchs kaputte Nähzimmer nicht dran. Mittlerweile gefällt mir der Kontrast mit dem schwarz richtig gut.

Nach so vielen kleinen Stolpersteinchen kann ich selbst kaum glauben, wie happy ich mit dem Ergebnis bin. Nicht aufgeben lohnt sich also doch!

F2

Besonders praktisch war die Tasche auf der Reise in den Norden! Den Post dazu findet ihr HIER.

Mittwoch, 12. Juli 2017

Reisen mit Kind

Seit ein paar Tagen sind Pieps und ich im Urlaub bei meinen Eltern. All die, die uns auf instagram folgen, wissen das natürlich schon längst, schließlich habe ich in den letzten Wochen ständig Bilder von irgendwelchen Kleidungsstücken während des Nähens gezeigt und immer erzählt, dass die Tragebilder dann im Urlaub im Norden entstehen werden. Naja und jetzt regnet es hier und das Kind trägt die einzigen gekauften Klamotten, die sie hat- die sind nämlich langärmlig. 

Deshalb dachte ich mir, anstatt Euch hier so auf dem trockenen sitzen zu lassen, erzähle ich Euch einfach, wie wir die Fahrt hierher überstanden haben:


Das hier ist ja nicht mein erster Heimaturlaub allein mit Kind, weshalb ich schon ziemlich genau wusste, wie die Reise ablaufen würde. Pieps und ich sind mit der Bahn gefahren und haben folgendes eingepackt:


a) "Richtiges Essen"
... und das reichlich. Denn meine Kleine kann immer und überall essen und ist damit auch so gut wie immer glücklich zu bekommen. Deshalb habe ich uns Gurken geschnippelt, Himbeeren gekauft, Aprikosen und Äpfel eingepackt und Brötchen belegt. Natürlich haben wir das nicht alles verdrückt, aber so hatte meine Kleine immer eine Auswahl- und ich auch. Denn auch ich kann auf Reisen ohne Unterlass futtern. Achja, unser selbstgemachtes Fruchtleder war natürlich auch wieder dabei, aber ohne das gehen wir ja eh nicht mehr aus dem Haus. 

b) Leckereien
Über Süßigkeiten bei Kindern kann man natürlich diskutieren- möchte ich aber nicht. Meine Kleine darf durchaus ab und zu mal naschen. Warum, wieso, weshalb, wieviel und wann- das ist so ein großes Thema und würde hier komplett den Rahmen sprengen. Ich habe uns jedenfalls ein paar Leckereien eingepackt. Die Smarties hat sie sich alleine ausgesucht und ich fand die Idee super, denn die Packung kann man suer wieder verschließen. Diese Kringeldinger aus weißer Schokolade waren für mich. Die Salzstangen hatte ich dabei, falls die Brote nicht reichen und wir Hunger auf etwas salziges haben und der Quetschie war für den Fall da, dass der Obsthunger den Obstvorrat übersteigt. 

Auch hier ist das Meiste nicht in unseren Bäuchen gelandet. Die Salzstangen und der Quetschie zum Beispiel sind sogar noch verschlossen, was super praktisch ist, denn so haben wir gleich etwas im Haus für einen unserer nächsten Ausflüge.

c) Trinken
Bevor meine Pieps da war, habe ich auf Zugfahren, egal wie lang sie waren, gar nichts getrunken. Denn wer nichts trinkt, muss auch nicht auf Toilette und kann sich so die Zugklos ersparen. Schlau, oder?
Nein, natürlich nicht schlau!!! Sogar richtig, richtig blöd. Denn zum Ende der Fahrt war ich dann meistens müde, gereizt und hatte Kopfschmerzen. Seit meine Kleine da ist habe ich eine Vorbildfunktion zu erfüllen und nehme mir immer auch etwas trinkbares mit. Und nicht nur Wasser-denn ich kenne mich und weiß, dass ich mich selbst austricksen kann. Denn sowas wie Limo gibt es bei uns zu Hause fast nie, obwohl ich es sehr mag. Also kaufe ich mir für die fahrt einfach mein Lieblingsgestränk, freue mich schon tagelang vor der Reise darauf und kann so sicher sein, die Flasche bis zum Zielbahnhof geleert zu haben. Und siehe da- keine Kopfschmerzen! Ob da wohl ein Zusammenhang besteht? Hmmmm...
Achso und auch das mit dem Zugklo war kein Problem, denn am Würzburger Bahnhof (wo wir über eine Stunde Aufenthalt hatten) gab es eine super saubere Sanifair-Toilette. Hurra!!
Auch einen Kaffee habe ich mir auf der Fahrt gegönnt und musste sogar 10 cent weniger zahlen, weil ich meinen eigenen Becher dabei hatte. Sowas finde ich ja großartig! DEnn ich probiere seit längerem, auf coffee-to-go Becher zu verzichten und während sich vor einem Jahr noch einige Stände geweigert haben,. meinen Becher in ihre Automaten zu stellen haben wohl nun die Meisten begriffen, dass das gar nicht so dumm ist. Liegt vielleicht auch daran, dass mein Becher, den ich übrigens bei einem Gewinnspiel auf "Life of moms" gewonnen habe, so chick ist...

d) Beschäftigung fürs Kind
Hier ist es natürlich wichtig, sich nach EUREM Kind zu richten. Denn nur weil ihr irgendwo mal geselen habt, dass einem Kind ein Buch für eine 3 Stunden Fahrt völlig ausreicht, heißt das noch lange nicht, dass das bei Euch auch funktioniert. Also muss man sich überlegen, wie das Kind für gewöhnlich spielt. Braucht es Ruhe? Braucht es viele Sachen zur Auswahl? Wechselt es gerne zwischen zwei Spielsachen hin und her? Und dann packt das ein, was dem Speilverhalten Eures Kindes am Nächsten kommt.
Pieps liebt es momentan, Kopfhörer aufzuhaben und ganz für sich allein zu spielen. Deshalb hat sie vor kurzem zwei Tiptoi-Bücher bekommen, dazu einen Kopfhörer der nur bis zu einer bestimmten Lautstärke hochgedreht werden kann und eine Tasche, in der die Stift, Bücher und Batterien verstauen kann (die zeige ich Euch HIER). Zusätzlich gab es ein kleines Pixibuch zum Thema "Bahnhof", in welches man Sticker mit Koffern, Tauben und Schaffnern kleben kann. Das war super, denn so konnte sie all die neuen Eindrücke toll verarbeiten. Denn das ist bei meiner Pieps oft ein riesen Ding. Sie erlebt etwas neues und weiß gar nicht wohin mit dieser Erfahrung.
Auch noch dabei waren ihr Kuscheltier und Malsachen- aber die wurden fast gänzlich ignoriert, da meine Maus es viel lustiger fand, zu schauen, wer mit uns im Abteil sitzt, was das Baby gegenüber schon kann und zu entdecken, dass auf ihrem tiptoi-Stift zwei Lieder eingespeichert waren. Diese wurden eine Stunde lang rauf- und runter gespielt. Jetzt dürft ihr mal raten,wer sich da besonders über die Kopfhörer gefreut hat.
F1 hat eine tolle Malmatte mit passendem Stift, in den Wasser gefüllt wird und welche so immer wieder benutzt werden kann- so etwas ist auch toll für Reisen. Je nach Alter eignen sich natürlich Bücher, Hörbücher, Rätselhefte, Zeitschriften, Reisespiele und ähnliches. Meine Pieps liebt zum Beispiel auch meinen Taschenkalender, weil da Fotos von ihr drin sind-also wurde ach dieser eingepackt. Überlegt einfach (idealerweise gemeinsam mit Eurem Kind), wie ihr die zeit am Besten rumbringt.

e) Beschäftigung für mich
Wenn das Kind dann mit Kopfhörern neben einem sitzt, man aber tunlichst vermeiden sollte, einzuschlafen, ist es ratsam, etwas für sich selbst dabeizuhaben. In meinem Fall war es Strickzeug und Ebook-Reader, wovon ich nur das "Lesebuch", wie mein Papa so schön sagt, gebraucht habe. Das dafür aber wirklich, denn Pieps ist irgendwann eingeschlafen und ich hatte 1,5 Stunden Ruhe und wäre mit Sicherheit ohne Beschäftigung weggedöst.

Jetzt denken sich bestimmt einige: "Das hat die alles mitgeschleppt? Und dann noch Windeln, Kuscheljacken (wegen der oft gemeinen Klimaanlagen), Geld und das Ticket?"
Ja, hab ich- und sonst nix! Keine Klamotten für den Urlaub, Ersatzschuhe, Regenjacken oder sonstiges- denn das wartete alles bereits bei meinen Eltern. Ok, bis auf unsere Zahnbürsten, denn die brauchten wir noch am Morgen.
Ich kann jedem, der mit Kindern reist wirklich nur allerwärmstens empfehlen, das Gepäck vorzuschicken. Ich habe diesmal den Hermes Gepäckservice genutzt und alles hat reibungslos funktioniert. 17,99 € hat mich der Spaß gekostet, aber das war es wert, denn mit einem Kind an der Hand und einem Kind im Bauch, Umsteigezeiten die gerne mal plötzlich gekürzt werden und nicht-immer-funktionierenden Fahrstühlen hatte ich auch so genug zu tun. Deshalb konnte ich es mir leisten, Dinge vorsichtshalber mitzunehmen und musste nicht bei jeder Kleinigkeit dreimal überlegen, ob ich sie auch wirklich, WIRKLICH brauche. Pieps´Rucksack und ein kleiner Trolley-das wars. 

Zu einer Stressfreien Reise gehört natürlich noch mehr, als nur, die richtigen Dinge einzupacken.

Mir hilft es beispielsweise, vorher genau zu wissen, an welchen Bahnhöfen ich umsteigen muss, wie diese aussehen und ob die angegebene Zeit zum Umsteigen mir reicht.
So waren bei uns z.B. für Würzburg nur 8 Minuten angedacht. Hätte unsere Bahn Verspätung gehabt wären aus den 8 Minuten auch gerne nur 2, 3 oder 4 geworden und darauf, dass der Zug wartet, kann man sich nicht verlassen. Also habe ich bei der Buchung direkt eine Bahn später (am Würzburg) gewählt. Nun ist Würzburg nicht gerade mein Lieblingsbahnhof, weshalb ich mir im Vorfeld Gedanken machen musste, was ich mit Pieps in dieser Stunde anstelle. Was, wenn es regnet und wir uns nicht auf die Wiese vorm Bahnhof setzen können?Was, wenn dort immer noch gebaut wird und nicht mal das Lokal zur goldenen Möwe geöffnet hat (wie bei unserer letzten Fahrt)?
Nun, diesmal hatten wir ein unheimliches Glück, denn eine gute Freundin von mir kam zur gleichen zeit wie wir mit ihrer Familie in Würzburg an, so dass wir die Wartezeit gemeinsam verbringen konnten. Dennoch tat es meinem Bauch gut, zu wissen, dass ich auf alle Eventualitäten vorbereitet bin. 

Mein allerliebster Umsteige-Bahnhof ist übrigens Hannover. Falls ihr dort mal einen langen Aufenthalt habt- kein Grund für Traurigkeit. Die Innenstadt befindet sich direkt neben dem Bahnhof, im Gebäude selbst kann man alles Mögliche zu essen,zu trinken und zu lesen kaufen und selbst Schuhgeschäfte, ein Drogeriemarkt und Souvenierläden sind da. Zusätzlich ist der Bahnhof sauber (also, für einen Bahnhof...) und ich hatte noch nie das Pech, auf einen defekten Fahrstuhl oder eine nicht-funktionierende Rolltreppe zu stoßen.
Auch in Bremen ist ein längerer Aufenthalt kein Problem. Aber das nur meine persönlichen Vorlieben am Rande.

Ein Tipp, den ich Euch unbedingt noch geben möchte ist:

Reserviert Euch Plätze!!
Es gibt in den meisten Bahnen Mutter/kind bzw. Familienabteile. Da dürft ihr zwar Reisende ohne Kinder "rausschmeißen", wenn die Plätze aber nun mal alle mit Familien belegt sind, und der Zug auch sonst rappel voll ist, habt ihr Pech. Und eine Zugfahrt mit Kind im Gang, im Stehen, neben den Toiletten-das braucht wirklich kein Mensch!
Schon bei ihrer allerersten Fahrt hatte ich meiner Pieps einen eigenen Platz reserviert. Damals war sie 5 Monate alt und hat natürlich die meiste Zeit auf meinem Schoss verbracht- aber irgendwann wurde sie Müde und ich konnte sie in ihre Kuscheldecke wickeln und neben mir auf ihrem eigenen Platz in aller Ruhe schlafen lassen. 
Glaubt bitte NICHT der netten Werbung der Bahn, in welcher das Baby gemütlich neben Mami und Papi im Kinderwagen schläft. Selbst in Familienabteilen ist oft kein Platz für Kinderwägen und wenn- dann nur einer oder zwei für 6 bis 12 Sitzplätze. Also muss der Wagen auf den Gang um die Ecke und ihr dürft neben Eurem Kind stehen und ihm beim Schlafen zuschauen. 
Deshalb tut Euch einen Gefallen und reserviert für Euch UND Euer Kind einen Platz. Diesmal hatten wir tatsächlich das ganze Abteil für uns-aber darauf kann man sich eben nicht verlassen.

Ich schaue auch immer, eine Fahrt zu buchen, bei der wir möglichst selten umsteigen müssen. Zwar dauert die Reise manchmal länger, als das nervige Einpacken, hetzen und auspacken stresst mich viel mehr. Aber auch hier muss das natürlich jeder selbst entscheiden. Ich würde zum Beispiel lieber eine Stunde mehr Fahrt in kauf nehmen, als im Bahnhof in Stuttgart /mit Kind) von S-Bahn zum Fernverkehr zu wechseln, denn das ist für mich die reinste Tortur. 

Also nochmal meine Tipps für Euch, wenn ihr mit Eurem Kind/Euren Kindern eine Bahnreise macht:
* Reserviert Euch Sitzplätze
* Schickt Euer Gepäck vor
* Informiert Euch, wo ihr Umsteigen müsst und wie lange ihr dafür habt
* Packt alles ein, was Euch die fahrt erleichtern könnte
* Denkt auch an Euch
*Vergesst nicht, zu trinken

Ganz ehrlich, Pieps und ich haben unsere Reise total genossen, denn alle Stressfaktoren, hatten wir bereits im Vorfeld beseitigt. Na klar gabs auch mal eine blöde Situation (meine Zuckermaus hat gebockt, wir mussten aber in den Zug, in bin über das plötzlich am Boden sitzende Kind gestolpert und die Treppe hochgefallen. Also wurde kurz geschimpft, danach gekuschelt und die Fahrt ging weiter), aber ohne Planung wäre mit Sicherheit viel mehr schief gegangen. Also lasst Euch nicht stressen, sondern macht schon aus der fahrt ein kleines Stückchen Urlaub.

F2

Montag, 3. Juli 2017

Tutorial für Schleifchen

Hallo!

Viele von Euch haben mich nach meinem Post zum Herr Pfeiffer-Shirt  gefragt, wie ich die Schleifchen und den Schlitz gemacht habe.

Zuerst habe ich geschaut, ob ich irgendwo Anleitungen dafür finden kann, die ein anderer Blogger bereits verfasst hat.Denn wenn sich schon jemand die Mühe gemacht hat, hätte ich ihm oder ihr gerne etwas Werbung verschafft.

Beim Schlitz bin ich fündig geworden, und zwar hier. Allerdings habe ich den Schlitz unten nicht spitz zulaufen lassen, sondern bis nach unten genäht, das Shirt um 90 Grad gedreht, drei-vier Stiche genäht, wieder um 90 Grad gedreht und zurück nach oben genäht. Easy Peasy. 

Bei der Schleife hatte ich leider kein Glück. Ich habe zwar viele Anleitungen gefunden, aber alle waren deutlich komplizierter als meine. Deshalb habe ich beschlossen, Euch ein eigenes, kleines Tutorial zu machen. Und dann ging mein Nähzimmer kaputt... Damit ihr aber nicht bis nach meinem Urlaub warten müsst, gibt es jetzt eins für Euch, mit öden Handyfotos. Ich hoffe, es taugt trotzdem etwas.


Schleifchen aus Jersey

Nehmt Euch ein rechteckiges Stück Stoff. Die Maße sind ganz Euch überlassen; je nachdem, wie groß und bauschig Eure Schleife werden soll.

Faltet es einmal.

Näht es rundum zusammen, lasst aber unten eine Wendeöffnung. Dann schneidet ihr die Ecken ab.

Wendet Euer Rechteck und form die Ecken aus. Die Wendeöffnung könnt ihr schließen- mache ich aber nie, denn darüber kommt ohnehin gleich der Knoten.

Stecht nun ein paar Millimeter neben der Mitte eine Nadel so durch den Stoff, als würdet ihr weben. Also hoch, runter, hoch runter. Dadurch rafft sich der Stoff nämlich schon schön zusammen.

Nun nehmt ihr einen Jerseystreifen (ruhig etwas länger, denn kürzen könnt ihr ihn immernoch) und knotet ihn direkt neben der Nadel, also in der Mitte, um Euer Rechteck.

Wenn Eure Schleife wie bei mir an einem Ausschnitt befestigt werden soll, könnt ihr das Band auch direkt dort herum knoten. Zieht den Knoten richtig fest und setzt noch einen weiteren Knoten darüber. Und schon ist die Schleife fertig.
Beim Annähen achtet immer darauf, dass die Schleife entweder auf dem Stoff oder am Knotenband gut fixiert ist. Hier habe ich die faule Variante gewählt und die äußeren Ränder der Schleife mit der Nähmaschine befestigt. Das Band habe ich gar nicht festgenäht. Beim Herr Pfeiffer und auch sonst meistens nähe ich nur die Rückseite der Schleife per Hand am Shirt und am Schleifenband fest. 
Ich mache gern in die Enden den Bandes Knoten und schneide sie auf unterschiedliche Länge zu. Aber das ist reine Geschmackssache.Perlen z.B. finde ich auch toll!

 Tadaaaaa, schon fertig.Und wirklich ganz, ganz leicht!

Ich hoffe wirklich, ihr verzeiht mir die blöden Fotos. Aber die Anleitung ist so, so simpel- da solltet ihr dennoch alles ganz leicht verstehen.

Habt einen tollen Start in die Woche,

F2

Achja, mehr zum Shirt gibt´s bald, ich möchte gern im Urlaub schöne Fotos von all meinen aktuellen Nähwerken machen. 
09 10